Ist Video Content überhaupt noch relevant?

Wenn man sich im Internet ein wenig umschaut, stößt man unweigerlich auf Videos. Menschen scheinen Videos im Internet zu mögen. Wir sehen sie überall.

Doch wenn wir ehrlich sind, haben die wenigsten davon Relevanz. Entweder sind sie halbherzig umgesetzt, oder sie haben inhaltlich nichts zu sagen. Häufig ist beides der Fall. Es stellt sich die Frage ob Videos überhaupt zielführend sind.

Wenn ich ehrlich bin, sind auch unsere Biggest Fan Videos nicht alle 100% relevant. Wir haben das ein oder andere Video von bescheidener Qualität produziert.

Wie misst man die Qualität eines Videos?

Um sicherzustellen, dass wir in Zukunft unsere Quote an faulen Eiern möglichst bei null halten, müssen wir der Sache auf den Grund gehen und verstehen, was genau eigentlich ein gutes von einem schlechten Video unterscheidet.

Die Qualität eines Videos lässt sich vor allem an zwei Faktoren bestimmen: 1. Bildsprache/Design und 2. Inhalt/Storytelling. Im Idealfall sollte beides aufeinander abgestimmt sein. Gute Videos sind visuell ansprechend und übermitteln ihren Inhalt auf eine unterhaltsame und kreative Weise.

In der Realität passiert dies allerdings nur in den wenigsten Fällen. Die Bildsprache ist in den meisten Videos uninspiriert und hat dadurch an Reiz verloren. Vor fünf Jahren waren Hände, die Zettel mit Zeichnungen über einen weißen Hintergrund schieben, noch innovativ. Heute wird man damit keinen mehr vom Hocker reißen. Dadurch, dass Menschen jeden Tag soviel Video Content konsumieren, wird es immer schwieriger frische Visuals zu finden.

Aber es muss nicht immer das Rad neu erfunden werden. Dadurch, dass man mit schicken Designs alleine nur noch in den seltensten Fällen für Aufsehen sorgt, bekommt Faktor Nummer 2 noch mehr Bedeutung als früher. Die Story muss sitzen.

Ich unterscheide zwischen zwei verschiedenen Ansätzen beim Storytelling: Informative und Emotionale Inhalte. Informative Videos übermitteln komplexe Themen, auf eine klare Weise. Hier kann die Bildsprache reduziert sein und sich voll dem Inhalt unterordnen. Branding spielt hier eine kleinere Rolle. Der Zuschauer sieht sich das Video an, weil er über ein Thema lernen möchte.

Beim Emotionalen Inhalt, soll eine Geschichte erzählt werden, die den Zuschauer zum lachen bringt, ihn rührt, inspiriert oder auch schockiert. Das Wichtige ist, dass Menschen die Geschichte sehen wollen, sie wollen wissen wie sie endet. Hier ist neben einem guten Drehbuch eine kreative Bildsprache, die die Emotionen des Videos unterstützt, der Schlüssel.

Videos sind nur dann erfolgreich, wenn das Thema wirklich durchdrungen wurde und man versteht, was für eine Form von Storytelling für das jeweilige Thema passend ist. Alles was danach passiert muss dem Thema dienen. Story, Design, Animation, Musik und Sprecher.

Aus diesem Grund lautet die Antwort auf die Frage im Titel: Ja, Videos sind relevant, allerdings wenn die Qualität stimmt.

Wir sind der ideale Videodienstleister für Agenturen

Während die meisten Erklärvideo-Agenturen Ihr Angebot in erster Linie an Unternehmen selbst richten, liegt unser Interesse vor allem an der Zusammenarbeit mit Marketingberatern und Kommunikationsagenturen, die wiederum für Ihre eigenen Kunden Video Content produzieren wollen. Unsere Strukuren sind perfekt auf diese Zusammenarbeit zugeschnitten, da wir uns dann voll auf die Produktion der Videos konzentrieren können und die Kommunikation mit dem Kunden den Experten überlassen können. Marketingagenturen betreuen Ihre Kunden in der Regel über einen langen Zeitraum. Sie wissen wie die Firmen ticken und kennen die Zielgruppe sehr genau. Aus diesem Grund haben wir in der Vergangenheit sehr gute Erfahrung in der Arbeit mit Werbeagenturen gemacht.

Auf der anderen Seite, arbeiten Kommunikationsgenturen gerne direkt mit Freelancern zusammen um direkten Einfluss auf das Projekt zu nehmen und Kosten zu sparen. Wir setzen genau hier an.  Denn wir verzichten auf Salesleute, Assistenten, Projektmanager und einem Marketing Team. Bei uns arbeiten Kreative. Mit unserer dezentralen Struktur sparen wir Kosten, die dem Endprodukt sowieso nicht anzusehen sind. Für Agenturen und Berater also die idealen Voraussetzungen maßgeschneiderten Videocontent gemäß Ihren Vorgaben für Ihre Kunden umsetzen zu lassen.

Anders als einzelne Freelancer, sind wir als Kollektiv ein eingespieltes Team und können so effektiv und professionell agieren. Zeitpläne werden eingehalten und unsere Erfahrung aus über 140 Erklärvideoproduktionen fließt in jedes neue Projekt ein. Auch stehen Werbeagentur immer in direkter Kommunikation mit dem Projektverantwortlichen.

Erklärvideo-Agentur vs. Freelancer

Erklärvideo-Agentur vs. Freelancer

Sie kennen das. Ein Projekt steht an für das externe Spezialisten benötigt werden. Bei der Videoproduktion ist das ähnlich wie bei IT oder Design Projekten. Es stellt sich die Frage wen man für das Projekt beauftragen sollte. Eine Agentur oder einen Freelancer?

Zunächst möchte ich definieren, was ich unter diesen beiden Begriffen überhaupt verstehe.

Definition Agentur.
Der Begriff Agentur ist populär und bezeichnet verschiedene Geschäftsmodelle. Die klassische Werbeagentur ist In der Regel relativ breit aufgestellt. Sie entwickelt für Ihre Kunden Kommunikationsstrategien und setzt diese dann entweder mit Inhouse oder externen Dienstleistern um. Dann gibt es für die verschiedensten Disziplinen spezialisierte Agenturen. Ich möchtemich in diesem Blogpost Videoagenturen oder noch konkreter, Erklärvideo-Agenturen, widmen.

Eine Erklärvideo-Agentur ist eine Gruppe von kreativen und administrativen Professionals, die in der Regel an einem Ort, Projekte umsetzten. Gute Agenturen haben den großen Vorteil, dass Sie Ihre internen Prozesse optimiert haben und für jeden Arbeitsprozess einen Experten vor Ort haben. Im direkten Austausch miteinander gestaltet das Team Videos gemäß der Vorstellungen Ihrer Kunden. Die großen Agenturen haben tausende Videos erfolgreich umgesetzt und verfügen somit über ausreichend Erfahrung um zu wissen was funktioniert und was nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auf diese Weise ein qualitativ hochwertiges Video entsteht, dass genau auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten ist.
Wer also das rund-um-sorglos-Paket möchte, ist bei den guten Agenturen bestens aufgehoben.

Definition Freelancer.
Freelancer arbeiten generell alleine und projektbasiert. Sie arbeiten am Schreibtisch in Ihrem WG-Zimmer, in Cafés oder in Coworking Offices. Aus meiner Erfahrungkann man behaupten, dass Freelancer - verglichen zu etablierten Agenturen - weniger professioniell arbeiten und der Projektablauf improvisierter ist. So Kann es eher passieren, dass Deadlines nicht eingehalten werden oder Dinge nicht so umgesetzt werden, wie man sich das als Kunde wünscht. Bei der Arbeit mit Freelancern ist die Kommunikation daher sehr wichtig. Als Kunde muss ich mir im klaren sein, dass ich während der Produktion ein aktives Auge auf sämtliche Prozesse behalten sollte. Ein ständiger Austausch mit dem Freelancer ist zu empfehlen. Der große Vorteil an der Arbeit mit Freelancern ist der Preis. Man arbeitet nur mit einer Person und zahlt somit auch nur für diese eine Person. Der ganze Rattenschwanz der bei Agenturen anfällt, schlägt hier nicht ins Gewicht.

Ist Biggest Fan Videos eine Erklärvideo-Agentur?
Nicht im klassischen Sinn. Biggest Fan Videos versteht sich als eine „dezentrale Agentur“ und bietet damit das Beste aus der Freelance und der Agentur Welt. Wir bestehen aus freien Kreativen, die dezentral arbeiten und für das jeweilige Projekt entsprechend Ihrer Fähigkeiten zusammen agieren. Zentrale Anlaufstelle bei allen Projekten ist Patrick Hesse. Er ist als Producer, Projektmanager und darüber hinaus also Filmemacher und Motion Designer ähnlich einem Freelancer auch an den kreativen Prozessen direkt involviert. Biggest Fan Videos ist somit auch gerade als Anlaufstelle für Kommunikationsagenturen, die für Ihre Kunden Video Content produzieren lassen wollen, interessant.

Fazit. Was ist besser?

Es kommt wie immer auf die Bedürfnisse an. Wenn ich als Auftraggeber nur bedingt am Projektverlauf beteiligt sein möchte und gerne für gute Qualität gutes Geld zu zahlen bereit bin, empfiehlt sich die Arbeit mit einer Agentur. Wenn ich Kosten sparen will und mich in die Prozesse einarbeiten möchte, kann es sinnvoll sein einzelne Freelancer zu engagieren.

Vom Cineast zum Online Video Producer

Jim Jarmusch, Jean-Pierre Melville, Stanley Kubrick, Wong Kar Wai. Das Kino war mein Leben. Diese Männer meine Götter. Schon als Teenager gab es keinen Zweifel: Ich musste Filmemacher werden. Es gab keine andere Option.

In Deutschland ist das klassische Filmstudium zu kompliziert. Die guten Filmhochschulen nehmen einen erst mit Mitte 20 auf. Viel zu spät. Ich wollte keine Zeit verlieren, also ging es direkt nach dem Abitur 2007 zum Filmstudium in die USA - für mich damals (wie für viele Andere) die Wiege des Kinos. Es ging für drei Jahre ans Columbia College in Chicago. Kurse in Drehbuch, Regie, Schnitt, Animation, Set Design, Kamera. Das volle Program. Super intensive Zeit, viel gesehen, viel gelernt, viel gemacht.

Nach dem Studium zurück in Deutschland. Drehbuchschreiben war angesagt. Der eigene Kinofilm sollte schließlich realisiert werden. Mit Werbung und noch schlimmer Imagefilmen wollte ich nie etwas zu tun haben! Für mich sollte es direkt das große Kino sein.

Aber, aber, wie wir alle wissen ist das Leben kein Wunschkonzert. Fördermittel für Filme sind begrenzt - für einen 24 jährigen Traumtänzer sowieso. Also musste ich in den sauren Apfel beissenund erstmal ein paar Unternehmensfilme produzieren, um genug Geld zu verdienen, das dann in meinen Kinofilm gesteckt werden könnte. So der Plan zumindest…

In den nächsten 5 Jahren ist der Markt für Onlinevideos explodiert. Unternehmen und Organisationen begannen mehr und mehr in Ihrer Onlinekommunikation auf Bewegtbild zu setzen. Der Videohype bedeutete für mich Aufträge en masse. Stand heute, Mai 2017, blicke ich auf über 140 realisierte Videos zurück und muss feststellen, dass sich mein Fokus komplett verlagert hat. Was mir in meinem jugendlichen Übermut noch zu kommerziell und umkreativ erschien, und anfangs nur lästiges Mittel zum Zweck, hat sich zu einer neuen Leidenschaft entwickelt. Die Arbeit an Onlinevideos für die unterschiedlichstenAuftraggeber ist viel anspruchsvoller und sinn-stiftender als gedacht. Was mich an dieser Arbeit am meisten begeistert ist die Vielseitigkeit.

Genau wie in meinem Studium, wo ich in sämtliche Disziplinen des Filmemachens eingetaucht bin, mache ich heute im Grunde alles was dazu gehört. Ich lerne über neue Unternehmen, recherchiere unbekannte Themen undschreibe Konzepte und Drehbücher, drehe, schneide, animiere, mische Sound, und verstehe mittlerweile auch Grundlagen des Marketing und der Unternehmenskommunikation. Kreative und effektive Kommunikation durch Bewegtbild ist eine komplexe und fordernde Angelegenheit. Ich liebe es mittlerweile.

Auch wenn das Thema Kinofilm immer noch auf dem Horizont ist, muss ich sagen, dass ich sehr froh über die Entwicklung bin. Mein Blick auf die Welt war zu eingeschränkt, nur auf ein Thema fixiert. Durch die Abwechslung der Herausforderungen und den Kontakt zu den verschiedensten Persönlichkeiten hat sich meine Perspektive auf die Welt erweitert. Ich blicke voller Zuversicht in die Zukunft, wer weiß schon was sie bringen mag und was mich in 3 Jahren begeistern wird, eins ist ziemlich sicher, bewegte Bilder werden eine Rolle spielen.